Sektorkopplung: Ein integrierter Ansatz zur Emissionsreduzierung

In aller Welt arbeiten Regierungen aktiv an der Verringerung der Kohlenstoffemissionen und suchen nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen, die unseren täglichen Energiebedarf decken können. Der Einsatz von Wasserstoff als Ersatz für kohlenstoffbasierte Kraftstoffe bietet klare Vorteile auf globaler und lokale Ebene, denn er trägt zur Senkung der klimaschädlichen Kohlenstoffemissionen bei und verbessert zugleich die Luftqualität in städtischen Gebieten, da der Ausstoß von Feinstaub und Stickoxiden entfällt.

Die Produktion von Wasserstoff ist auf umweltfreundliche und klimaneutrale Weise möglich. Derzeit wird der Großteil des Wasserstoffs noch als Nebenprodukt von Industrieprozessen gewonnen, in denen fossile Brennstoffe verbraucht werden. Doch hat sich die EU das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2050 um 95 % zu senken. Ein wichtiger Aspekt beim Umstieg auf emissionsfreien Kraftstoff wird dabei „grüner“ Wasserstoff sein, der aus nachhaltigen Quellen stammt, etwa aus Windparks oder Solaranlagen.

Sektorkopplung: Was ist das?
Die Verringerung des Kohlenstoffverbrauchs muss in vier Hauptsektoren stattfinden: Energieerzeugung, Industrie, Verkehr und Wärmeerzeugung. Der Begriff „Sektorkopplung“ bezieht sich auf einen integrierten Ansatz, bei der ein effizienter Austausch von erneuerbar erzeugter Energie zwischen diesen Sektoren stattfindet. Dieser integrierte Ansatz ist notwendig, um das Potenzial des Wasserstoffs optimal zu nutzen, den Transfer von Energie zwischen den Sektoren zu ermöglichen und die vollständige Kohlenstofffreiheit dieser Schlüsselsektoren zu erreichen.

Um etwa die erneuerbaren Energien vollständig zu integrieren, kann Elektrizität aus Windkraft-, Solar- und Wasserkraftanlagen durch Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt werden. Wasser wird durch Elektrizität in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Wasserstoff kann als Gas in Druckbehältern, wie sie NPROXX herstellt, sicher zu Tankstellen transportiert werden, um Wasserstoffautos, Busse oder Schwerlastfahrzeuge anzutreiben. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie mit Wasserstoff effizient Energie aufgenommen und von einem Sektor zu einem anderen transferiert werden kann.

Es gibt viele weitere Bereiche, in denen Wasserstoff fossile Brennstoffe ersetzen kann. Neueste technologische Entwicklungen haben das Ziel „Netto-Null-Emissionen“ für den Schifffahrtssektor erreichbar gemacht. Viele Staaten verfolgen dieses Ziel. So wird derzeit in Schottland die erste Wasserstoff-Hochseefähre gebaut, die regelmäßig 120 Passagiere und 18 Fahrzeuge klimaneutral zu den Orkney-Inseln bringen kann. In Städten an Küsten und Flüssen wird die Nutzung von Wasserstoff für die Landstromversorgung von Schiffen eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Bei all diesen technologischen Fortschritten wird in der Zukunft die Sektorkopplung eine wichtige Rolle spielen.